Frohe Ostern!

Tomanien feiert Ostera!
osteraOstera hat in Tomanien Tradition, welche jedes Jahr wieder voll gelebt wird.
Von Ostarasonnabend zu Ostarasonntag brennen die zahlreichen Ostarafeuer in ganz Tomanien, die das Böse des Winters vertreiben sollen.
Meist brennt in jedem Ort, organisiert durch die Jugend des Ortes, ein großes Feuer – und bei einigen Bauern weitere kleine. Dabei wird alles an Reisigholz, was den Winter über bei Rodungen und Holzungen anfällt, zu – zum Teil riesigen – Bergen aufgeschichtet. Auf dem Reisigberg ist eine Strohpuppe aufgestellt, die die vermeintlich bösen Mächte des Winters verkörpern soll.
Um den Berg herum versammeln sich bereits im Laufe des Abends und beim Abbrennen einiger kleiner Wärmefeuer Jugendliche und auch ganze Familien bei Musik, Gesang und vielen Getränken.
Um Mitternacht wird dann der große Haufen angezündet. Bis zum Herunterbrennen des Großteils des Reisigs, was meist 3-5 Stunden dauert, bleiben alle noch fröhlich zusammen und ziehen anschließend in Gruppen bei beginnender Morgendämmerung heimwärts.
Natürlich wird auf dem Heimweg viel Schabernack angerichtet: Zum Beispiel: Gartentore und Türen ausheben und auf den Dorfplatz bringen; Holzlatschen, Stiefel und Schuhe in den Bauernhöfen einsammeln und ebenfalls auf dem Dorfplatz deponieren. Betroffene, die frühzeitig damit anfingen, ihren Hausrat zu suchen, hatten dann natürlich noch die Wahl: So manches Latschen- und Stiefelpaar hatte danach einen neuen Eigentümer. Woher dieser Brauch kommt und welchen tieferen Sinn er hat, ist nicht bekannt.
Beliebt ist auch der Brauch, Ostarawasser zu holen. Mädchen des Ortes holen im Morgengrauen, ohne auch nur einen „Mucks“ von sich zu geben oder sich umzuschauen, in einem Krug Wasser aus einem bestimmten Fließ, welches im Gegensatz zu den anderen in Richtung Osten fließt.
Wenn sie sich auf dem Weg nach Hause befinden, versuchen die Jungen
dann, die Mädchen zum Reden zu bringen. Gelingt ihnen das, dann verliert
das Wasser seine Funktion als Glück und Schönheit bringendes Ostarawasser, sondern wird „Plapperwasser“.

Ebenso eine alte Tradition ist die Ostarasemmel.
Jedes Jahr am 1. oder 2. Ostarafeiertag gehen die Kinder zu Ihren Taufpaten, um sich die Ostarasemmel nebst 3 Ostaraeiern, einem Pfefferkuchen, einer kleinen Fastenbrezel und einer Tasse oder einem Tuch zu holen.
Die Ostarasemmel eine besondere Form. Sie ist scheinbar einem Kahn ähnlich und ungefähr 40 bis 50 cm lang, 20 cm breit und 2 cm dick. Doch eigentlich symbolisiert sie ein Palmenblatt.
Das flache Weizenmehlgebäck wird gewöhnlich schon vor 8 oder 14 Tagen gebacken. Man lässt sie hart werden und stippt sie dann in gesüssten Kaffee oder Milch.

Da jedes Kind etwa 6 Paten hat, kommen eine Menge Ostarasemmeln zusammen.

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