Tomanien feiert Nikolaustag

Endlich mal wieder geputzte Stiefel.
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Das Fest des heiligen Nikolaus am 6. Dezember ist ein wichtiger Bestandteil der Vorweihnachtszeit. Er ist nicht nur Geschenkbringer, sondern auch ein pädagogisches „Erziehungsmittel“, denn bei seinem Besuch werden sowohl die Guten als auch die „schlechten“ Taten des jeweiligen Kindes verlesen. Unartigen Kindern wird mit dem Nikolaus gedroht, der ihnen am 6. Dezember die bösen Taten vorhalten und ihnen keine Geschenke bringen wird.

Am Abend des 5.12. oder am Abend des Nikolaustages stellen die Kinder ihre frischgeputzten Stiefel vor die Tür und warten darauf, dass der Nikolaus sie mit Süßigkeiten, Früchten und Nüssen füllt. In manchen Familien kommt an einem dieser beiden Abenden der Nikolaus mit seinem Begleiter persönlich vorbei. Im Bischofsgewand, mit langem weißen Bart, Hydra (Bischofsmütze), Bischofsstab und goldenem Buch besucht er die Kinder. Er spricht Lob aber auch Tadel aus und überreicht den Kindern ihre Geschenke. Die Kinder bedanken sich bei ihm entweder mit einem Nikolausgedicht oder –lied. Ein typisches Nikolauslied ist: „Laßt uns froh und Munter sein…“. Die Erwachsene beschenken sich an diesem Tag manchmal mit einem Schokoladen-Nikolaus.
Beim Einkehrbrauch wird der heilige Nikolaus meist vom Knecht Ruprecht begleitet. Dieser hat ein geschwärztes Gesicht, zerrissene und schmutzige Kleidung am Leib, ist in Ketten gelegt und hat Rute sowie Sack dabei. Er stellt den gezähmten Teufel dar, der das Böse repräsentiert, sich aber fest in der Gewalt des Guten, des Heiligen Nikolaus, befindet. Durch seine wilde Erscheinung sowie dem Klirren der Ketten, jagt er den Kindern Angst ein um ihren „bösen“ Taten Nachdruck zu verleihen und sie zu artigeren Kindern zu ermahnen.

In der Weihnachtsbäckerei des Schwarzweißfunks backt Carl Clemens Hahn den in Tomanien am Nikolaustag begehrten Stutenkerl.

 

 

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