Tomaniens Frauen feiern Hexenfest

Propagandaverführer Ganterich sieht Aufbegehren gegen die natürliche Ordnung.

hexenfestGraufels – Am 30.April feiert man am Hexenplatz in der Nähe von Grauenfels im Graugau das Hexenfest. Jahr für Jahr strömen an diesem Tag die Volksgenossinnen aus allen Gauen und Ortschaften zum Hexenplatz bei Grauenfels.
Bei diesem Fest sind Hexer, also Männer, nicht willkommen. Es handelt sich ausschließlich um ein Fest der Frauen.
Der Überlieferung zufolge geht der Hexentag auf uralte Bräuche zurück, Am Abend des 30. April sollen die Hexen zum Hexenplatz geritten sein, um sich dort am Feuer mit dem Teufel zu paaren. In Stimmung für das erotische Vergnügen brachten sich die Hexen Legenden zufolge mit einer aus Misteln, Johanniskraut, Stechapfel, Tollkirsche und anderen „magischen“ Zutaten hergestellten Salbe, mit der sie auch ihre Fluggeräte einrieben. Unterwegs verhexten sie alles, was ihnen in die Quere kam.
Mit dem Teufel hat man es beim tomanischen Hexentag nicht, denn wie schon erwähnt, sind männliche Wesen beim Hexenfest unerwünscht.
Es wir gemunkelt, dass bei diesem Fest die Oberhexe auserkoren wird, welche die Schar der Hexe bis zum nächsten Hexenfest führen soll.
Ultra-Hynkelistische Kreise sehen in dem Hexenfest, ein Geheimbündnis der Weiber und ein aufbegehren gegen die natürliche Ordnung. Propagandaverführer Gangulf Ganterich sagte, „Wenn das tomanische Weib einen Besen schwingen will, dann daheim, um die Stube auszukehren. Der Platz der Frau ist am Kochtopf und bei ihrer Familie. Diesen Platz sieht die natürliche Ordnung für das Weib vor. Man trifft bei diesem seltsamen Feste auch nicht die gebundene Frau, sondern die, die bislang noch nicht das Glück der Ehe erfahren haben. Anstatt sich auf solchen obskuren Veranstaltungen herumzutreiben, sollten sie lieber am gemütlichen ‚Tanz in den Mai’ teilhaben, um sich dort einen Ehemann auszuschauen. Dann kommen sie auch nicht auf dumme, unnatürliche und aufwieglerische Gedanken!“
Weiterhin regte der Propagandaverführer zum Wohle der tomanischen Ordnung, ein Verbot des Hexenfests an.
Die Reichsikone Edda von Brünhild, hingegen sagte ihre Teilnahme am Hexenfest zu. Im Vorfeld des Festes war sie aber zu keiner Stellungnahme bereit und wollte auch nicht die Äußerungen des Propagandaverführers kommentieren.
Man darf also gespannt sein, ob sie sich während des Festes öffentlich äußern wird.
Es erscheint jedoch gewiss, dass das Hexenfest auch die Verführung teilt. Aber wenn die Männer in Tomanien den Männertag begehen, warum sollen die Frauen mit dem Hexenfest nicht auch einen Festtag besitzen.